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Der Buchholzer Wetterkaminkamin wurde 1856 errichtet. Er diente zuerst als Rauchabzug für das Kesselhaus der Zeche Vereinigte Geschwind und war mit diesem über einen den Berghang hinaufgemauerten 60 m langen Rauchkanal verbunden. Das Kesselhaus war auf einem tonlägigen ( schrägen ) Nebenschacht errichtet, aus dem Grubenwasser mit Hilfe einer Dampfmaschine hochgepumpt wurde. Der schon 1860 von der Zeche Neu-Blankenburg betriebene seigere ( senkrechter ) Schacht der ehem. Zeche Geschwind diente während seiner Betriebszeit nur noch als Wetterschacht. Durch ihn zogen die matten Wetter ( die sauerstoffarme Luft ) aus der Grube ab. Mit dem Übergang zum Tiefbau genügte der natürliche Wetterzug nicht mehr. Der erste Schritt zur künstlichen Bewetterung waren die Erhöhung des Temperaturgefälles durch die Aufstellung von Wetteröfen erst unter Tage, dann über Tage und die Erhöhung der Niveauunterschiede durch den Bau von Wetterschornsteinen / Kaminen. 1865 wurde das Kesselhaus mit dem Wetterschacht verbunden und der Kamin erhielt erst dadurch seine Funktion als Wetterkamin. Vom Feuer im Kesselhaus stiegen die heißen Gase durch den Rauchkanal hoch und entwichen durch den Wetterkamin. Die zur Verbrennung notwendige Luft wurde aus dem Schacht der Zeche gezogen. Gleichzeitig strömte Frischluft durch den Hauptschacht in die Grubenbaue, ohne die die Bergleute nicht hätten arbeiten können. Seit 1891 wird diese Bewetterungsanlage nicht mehr genutzt. Der verbliebene Kamin steht heute unter Denkmalschutz. Er ist das letzte Bauwerk seiner Art im Ruhrgebiet, seinesgleichen findet man nur noch einmal auf der Insel Mallorca. Sein Grundriß ist quadratisch, der Sockel misst 3 m mal 3 m mit zwei Kaminöffnungen, Bruchstein. Bei drei m Höhe zieht sich der Schornstein bis zu 7 m pyramidenförmig ein; oberer Kaminteil bis 14 m in Ziegelmauerung.